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12.06.2008

Eine Plattform für Erfindungen – Vom Konzept bis zur Markteinführung


Innosuisse Corp ist eine Plattform für Innovationen und Investoren. Das Unternehmen leistet...


 
Eine Plattform für Erfindungen – Vom Konzept bis zur Markteinführung
 

Innosuisse Corp. ist eine Plattform für Innovationen und Investoren. Das Unternehmen leistet Unterstützung bei der Umsetzung von Ideen über die Entwicklung von Prototypen bis hin zum fertigen Verkaufsprodukt. Das Leistungsspektrum schließt dabei die Bereiche Finanzierung, Patentierung und Marketing ein. Innosuisse initiiert Projekte in unterschiedlichsten Sektoren, angefangen bei Luftfahrttechnik bis hin zu Gesundheitsprodukten. Unlängst wurde durch das Unternehmen ein Patent für sein Dinalet System eingetragen. Es dient zur Behandlung von Schlafapnoe, einer Atmungsstörung während des Schlafens. Diese Innovation steigert erheblich das Wohlbefinden der Patienten. Weltweit schätzt man, dass 20 Millionen Menschen unter Schlafapnoe leiden. Dies entspricht einem rechnerischen Marktvolumen von ungefähr 6,6 Milliarden CHF. Wir sprachen mit dem Investment Abteilungsleiter Olaf Schmidt.
 

Innosuisse begann als Hobby der Herren Hans-Christian Stuber, Vorstandsvorsitzender und Präsident, Bertrand Pittet, Chefingenieur und -Entwickler und Olaf Schmidt, dem Geschäftsführer. "An einem gewissen Punkt fassten wir den Entschluss, dass wir unsere Projekte professioneller betreiben mussten um auf ein höheres Niveau zu gelangen. Das Konzept von Innosuisse war geboren." Sagt Herr Schmidt. "Als eine Plattform für Innovationen und Investoren, helfen wir auf der einen Seite Erfindern, ihre Ideen zu entwickeln und zu finanzieren. Wir entwickeln Prototypen, melden Patente an und vermarkten die Endprodukte. Auf der anderen Seite profitieren Investoren vom Potential zahlreicher Innovationen." Alle Projekte sind als Profitcenter organisiert. Dies ermöglicht die kosteneffiziente Kontrolle jedes einzelnen Produkts. Anfangs wurde Innosuisse mit den eigenen Mitteln der Gründer finanziert. Herr Schmidt: "Wir konnten ein Produkt verkaufen, das wir bereits entwickelt hatten. Dadurch gelang es uns, die ersten Projekte von Innosuisse zu finanzieren. Wir sind schuldenfrei mit Geld auf der Bank. In 2005 bekamen wir zusätzliche Geldmittel durch das IPO."
 

Das erste Projekt der Innosuisse war LDV "Live Driving Video System", mit dem kleine Flugobjekte und Fahrzeuge in einem Simulator gesteuert und kontrolliert werden können. Eine Kamera, die über Kopfbewegungen gesteuert wird, macht es möglich die Sicht aus dem Flugobjekt direkt auf das Visier des Piloten zu übertragen, der alle Befehle vom Boden aus gibt. Die Einzigartigkeit des analogen Steuerungssystems ist, dass der Pilot das gleiche Erlebnis hat, als würde er im Cockpit sitzen und das Objekt selbst steuern, obwohl er sich tatsächlich in einer entfernten Position befindet. Alle Befehlfunktionen werden in Millisekunden übermittelt, was eine Kontrolle in Echtzeit ermöglicht.
 

In 2007 gewann Innosuisse mit dem LDV-System einen Design Preis bei der UAV 2007 Konferenz in Paris. SwissCopter, eine 100%ige Tochter von Innosuisse gewann ebenfalls einen Preis bei der AIRTECH 2007 in Frankfurt. SwissCopter gewann bei einem internationalen Drohnenflugwettbewerb die Silber Medaille. Mehr und mehr Anwendungen für Drohnen begegnen uns im Alltag. Beispiele sind Landvermessung, Landwirtschaft, Brandsicherheit und Ausmessungen von historischen Stätten. Während der AIRTECH tauschten mehr als 100 hochkarätige Spezialisten aus mehr als 11 Ländern ihr Wissen und ihre Erfahrungen über verschiedene Aspekte dieses innovativen Marktes aus. Eins der Highlights war der Mikrodrohnen-Wettbewerb. Dabei mussten die Mikrodrohnen (unter 3 Kg) einen Hindernis Parcours bewältigen und Übungen im Zentrum der AIRTEC UAV Arena durchführen.
 

Nur gerade 1 von 10 Projekten die von Innosuisse analysierten werden, weisen ein ausreichendes Potential für eine Weiterentwicklung auf. Die Produkte werden dann patentiert, und ein Prototyp wird hergestellt. Innosuisse trägt mindestens 51% der Entwicklungskosten, wodurch die Endprodukte der Firma gehören. Eine Ausnahme ist ArtSecurityID, eine neue Technologie Kunstobjekte zu schützen. Kunstobjekte sind der Gefahr mutwilliger Beschädigung und Diebstahls ausgesetzt. ArtSecurityID speichert biometrische, physische und geometrische Daten in einer Datenbank, die genutzt werden kann, ein Kunstobjekt mit höchster Sicherheit und Wahrscheinlichkeit zu identifizieren. Die Entwicklung von ArtSecurityID wurde im Rahmen eines großen internationalen Projekts von verschiedenen Teilhabern aus Deutschland, Frankreich, Italien und der Schweiz finanziert.
 

Innosuisse initiiert Projekte in verschiedensten Marktsegmenten. Neben den Projekten aus der Luftfahrttechnik und Sicherung von Kunstgegenständen wurde dem Unternehmen vor kurzem das Patent für das Dinalet System erteilt. Dieses dient zur Behandlung von Schlafapnoe, einer Schlafstörung, bei der die Atmung kurzzeitig aussetzt. Der typische Apnoe Patient hat schwache Muskeln im Rachenbereich, was dazu führen kann, dass der respiratorische Trakt partiell oder vollständig blockiert wird. Die Atempausen können von wenigen Sekunden bis hin zu über einer Minute dauern, was zu einer Sauerstoffunterversorgung führt. Bevor der Patient erstickt wacht er auf, atmet tief ein und schläft wieder weiter bis zur nächsten Atempause. Dieser Zyklus kann sich hunderte von Malen innerhalb einer Nacht wiederholen. Normalerweise erinnert sich der Patient nicht daran, aufgewacht zu sein. Die Folge dieser Schlafstörungen ist Schläfrigkeit tagsüber, was die Lebensqualität beeinträchtigt und zu beträchtlichen Gesundheitsproblemen wie z.B. Bluthochdruck und kardiovasculären Krankheiten führen kann.
 

Die übliche Behandlung besteht zurzeit in einer Gesichtsmaske, die Nase und Teile des Gesichtes bedeckt. Ein Ventilator erzeugt im Nasen- und Rachenraum einen Überdruck, der eine Blockade des Atmungstrakts verhindert. Die Maske, die die ganze Nacht getragen werden muss, wird oft als unangenehm empfunden zudem muss diese jeden Tag gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Deshalb kann man davon ausgehen, dass nur Personen, die extrem unter nächtlichen Atemstörungen leiden, bereit sind, diese Masken zu benutzen. Die Dinalet Einheit von Innosuisse nutzt ebenfalls eine kleine Ventilationseinheit. Sie wird jedoch direkt in der Nase positioniert. Somit benötigt der Patient keine Gesichtsmaske. Sie wird in einer sterilen Verpackung zur einmaligen Benutzung dargereicht. Die Akzeptanz der Patienten für dieses praktische Produkt ist somit wesentlich höher. Man nimmt an, dass etwa 4% der Männer und 2% der Frauen der westlichen Industriestaaten im Alter zwischen 30 und 60 Jahren an Schlafstörungen dieser Art leiden. Die weltweite Zahl liegt bei etwa 20 Millionen und erschließt ein Marktvolumen von 6,6 Milliarden Schweizer Franken.
 

Eine weitere Anwendung im Gesundheitssektor ist die neue" Oxactive" Technologie von Innosuisse, die bei der Desinfektion von Luft und Flüssigkeiten zur Anwendung kommt. Mikroorganismen wie Bakterien, die in der Luft und in Flüssigkeiten vorkommen, stellen eine Gefahr für die Gesundheit dar und verursachen außerdem unangenehme Gerüche. Die "Oxactive" Technologie wandelt den Sauerstoff (O2) der Umgebung in Ozon (O3) um. Während dieser Umwandlung werden unangenehme Gerüche, Mikroorganismen und Bakterien sofort zerstört, indem sie mit einem Atom des Ozons reagieren und sofort wieder Sauerstoff produziert wird.
 

Innosuisse hat auch einen Treibstoff der Zukunft namens Perosin produziert. Wasserstoffperoxid (H2O2) wurde erstmal um 1930 erfolgreich als Raketenbrennstoff eingesetzt. Mischungen von über 70% sind hoch explosiv und nur zur Anwendung im militärischen Bereich zugelassen. Innosuisse entwickelte eine 50% Mischung von (H2O2) mit Zusatzstoffen, die sehr schwer entzündlich, einfach zu transportieren und zu lagern ist.

 
Innosuisse hat eine Keimeinheit unter dem Label "VitaSeed" entwickelt. Moderne Essgewohnheiten können zu Nährstoffunterversorgungen führen. Keimlinge können als natürliche Nahrungsquelle für eine ausgewogene Balance sorgen. Die neue VitaSeed Technologie hat die Bewässerungsproblematik gelöst, die bei anderen Systemen dieser Art zu Schimmelbildung und Pilzbefall führen.
 

Im Dezember 2007 verkaufte Innosuisse das VitaSeed Geschäft an Reto Hartmann, der zu der Zeit für Innosuisse tätig war. Er gab seine Aufgaben und Posten in der Innosuisse Gruppe ab und widmet sich ganz der Entwicklung und Vermarktung der VitaSeed AG. Innosuisse konzentriert sich derweil mehr auf die Weiterentwicklung und Vermarktung ihre Projekte SwissCopter, LDV, Dinalet und Perosin.
 


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